Chronik unserer Veranstaltungen im Jahr 1996
14.01.: Winterwanderung zur Burg Montclair (8 Personen)
Flöhe in einer mittelalterlichen Burg - es wurde ein turbulenter und schöner Tag. Das Mittagessen wurde im Freien eingenommen, obwohl der vorherige Regen nur wenige Plätze trocken gelassen hatte. In die aufgestellte Blockhütte wollte eben fast keiner rein. Nach dem Essen stellte "Räuber und Gendarm" die Hauptbeschäftigung dar - ein Spiel, das in dieser Kulisse einen völlig neuen Reiz erhielt. Mittelalterliche Burgräuber sind eben gleich etwas ganz Anderes.
03.02.: Eisbahn Remich (14 Personen)
Eispisten sind wirklich schön - solange man sie nicht auf der Straße hat. Diese Art von Eispisten meldete jedoch der Wetterbericht für den heutigen Tag. Wir hatten aber Glück und blieben verschont. Nur ein einziger Floh aus einer etwas höheren Wohnlage hatte leichte Probleme auf dem Weg zum Treffpunkt, kam aber dennoch pünktlich dort an. Das war dann für heute wohl unser eismann.
02.03.: Hallenbad Saarburg (17 Personen)
Unbekannter Teilnehmer: In Mettlach stieg ein Junge in den Zug ein, der sich wie selbstverständlich unserer Gruppe anschloss. Auch den Erklärungen vor dem Hallenbad hörte er zu, als gehöre er zur Gruppe. Wir wurden neugierig und stellten fest: Er hatte von einem befreundeten Floh von der Fahrt erfahren, wollte auch mit uns wieder zurück fahren (was er auch tat) und interessierte sich für eine Mitgliedschaft bei den Flinken Flöhen. Wenig später (am 12. März) kam die Anmeldung.
24.03.: Kegelnachmittag (18 Personen)
Die Musikalität einiger Flöhe verhinderte eine noch höhere Teilnehmerzahl: Drei unserer jungen Mitglieder traten zeitgleich als Orchestermusiker bei einem Konzert in Hilbringen in Erscheinung und mussten deswegen leider beim Kegeln wieder absagen. Das Konzert war ein Erfolg, der Kegelnachmittag auch.
28.04.: Besichtigung der Zitadelle Bitche (33 Personen)
Eine Führung per Infrarot-Kopfhörer bekamen wir in der Zitadelle geboten. Der Vorteil liegt darin, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer wesentlich höher liegt - die Kopfhörer verhindern Randgespräche. Sie haben jedoch auch einen großen Nachteil: Der Erzähler im Kopfhörer war nicht in der Lage, zusätzliche Fragen zu beantworten. Auch konnte er sich leider nicht dem Alter seiner Zuhörer anpassen, was eine Wiederholung dieser Fahrt unwahrscheinlich werden lässt.
25.05.: Minigolf am Stausee Losheim (11 Personen)
Manche Eltern waren beim Abholen sprachlos: Ihre Kinder hatten tatsächlich Minigolf gespielt. Die Überraschung bezog sich auf das Wetter, das nicht gerade schön war. Immer wieder gab es Regenschauer, später kam dann der große Platzregen - aber da waren wir schon wieder in einer Schutzhütte am Parkplatz und warteten auf die Eltern. Die übrige Zeit haben wir einfach optimal genutzt - warum bloß haben uns die Eltern das nicht zugetraut?
09.06.: Frankfurter Zoo (13 Personen)
Die Europameisterschaft der Fußballer sorgte für eine sehr geringe Teilnehmerzahl. Immerhin spielte heute die deutsche Mannschaft zum ersten Mal. Aber Fußball im Radio (auf der Rückfahrt vom Zoo) hat einen besonderen Reiz. Wer gut zuhörte, wusste beim Aussteigen, dass Deutschland 2:0 führte. Christoph schaffte das nicht: Er dachte beim Aussteigen, es stünde 1:1. Knapp daneben - aber immerhin hatte auch er zwei Tore mitbekommen.
23.06.: Sommerrodelbahn Braunshausen / Bostalsee (15 Personen)
Die Fußball-EM prägte auch diese Veranstaltung. Im Viertelfinale standen sich Deutschland und Kroatien gegenüber. Die eine Hälfte der Gruppe verfolgte das Spiel im Zelt am Bostalsee. Die andere Hälfte war im Wellenbad Bosaarium, bekam aber die wichtigsten Infos vom Bademeister. Der kundenfreundliche Mann gab alle Tore bekannt, dazu Halbzeit- und Endergebnisse. Badespaß und Fußballinfos - was wollten wir denn eigentlich noch mehr? Na, einen deutschen Sieg natürlich. Und den bekamen wir auch.
06.07.: Floh-Olympiade 1996 (98 Personen)
Fußball-EM vorbei, Deutschland Europameister - keine Behinderungen mehr für die Floh-Veranstaltungen. So kamen dann auch 75 Kinder, dazu unsere 23 Helfer und Helferinnen - und wir kamen erstmals fast an die magische Zahl von 100 Personen heran. In der dritten Auflage der Floh-Olympiade wurde damit die Kinderzahl seit der ersten Veranstaltung mehr als verdoppelt. Nächstes Ziel: 100 Personen incl. Helfer. Fernziel: 100 teilnehmende Kinder. Mal sehen, wann wir so weit sind.
21. - 31.07.: Ferienfreizeit Freudenstadt (42 Personen)
36 Kinder und Jugendliche, die zehn Tage gemeinsam verbringen, ohne ernsthafte Schwierigkeiten untereinander zu haben: Das war auch für das sechsköpfige Betreuerteam mehr als ungewöhnlich. Diese besonders positiv verlaufene Freizeit lässt und mutig werden: Die nächste Ferienfreizeit wird um zwei Tage verlängert und dauert dann erstmals 12 Tage.
24. - 25.08.: Nachtwanderung mit Zeltmöglichkeit (15 Personen)
So werden Programmpunkte verdreht: Eigentlich war die Nachtwanderung der Hauptpunkt, das Zelten nur als Zugabe gedacht. Schon beim Aufbau der Zelte begann es jedoch zu regnen. Mit etwas Geschick klappte es dennoch, dass alle Zelte irgendwann fertig standen und innen trocken blieben. Die Nachtwanderung wurde (wieder durch das Wetter) zu einem kurzen Spaziergang. Aber das war nicht schlimm: Wie sich herausstellte, hatten sich die meisten Teilnehmer ohnehin wegen des Zeltens angemeldet!
14.09.: Holiday Park (28 Personen)
Die Ferienfreizeit hat Nachwirkungen: Von den 20 teilnehmenden Vereinsmitgliedern an diesem Tag (die übrigen acht waren Familienangehörige oder zukünftige Flöhe) waren 16 bereits in Freudenstadt dabei. Die Veranstaltungen nach Ferienfreizeiten werden offenbar immer mehr als willkommene Gelegenheit des Wiedersehens genutzt, denn schließlich kommen unsere Mitglieder aus vielen verschiedenen Orten und laufen sich eher nicht zufällig über den Weg. Schön, dass auf diesem Weg Freundschaften entstehen.
13.10.: Freizeitbad "Die Pyramide" Oberhambach (19 Personen)
Wie zum Beweis dieser Behauptung kamen auch heute immerhin wieder 12 Teilnehmer der Ferienfreizeit (von 15 Mitgliedern). Zählt man die Nichtmitglieder mit, so kommt unsere Betreuerin Helga als dreizehnte Teilnehmerin noch dazu. Noch keine Ferienfreizeit hat die nachfolgenden Veranstaltungen so nachhaltig geprägt wie die diesjährige in Freudenstadt.
10.11.: Kegelnachmittag (9 Personen)
Ab heute haben wir erstmals zwei gleichnamige Vereinsmitglieder: Zu unserem Tobias Braun aus Harlingen kommt jetzt ein Tobias Braun aus Besseringen hinzu. Mal sehen, wann erstmals beide gemeinsam an einer Veranstaltung teilnehmen. Als weiteres neues Mitglied konnten wir beim Kegelnachmittag Pascal Amara begrüßen. Gleich zwei neue Flöhe bei nur neun Teilnehmern - das ist doch auch schon eine Besonderheit.
24.11.: Spielenachmittag (10 Personen)
Teilnehmer von acht bis 17 Jahren: Konnte das gut gehen? Natürlich konnte es: Zunächst dadurch, dass sich zwei Altersgruppen bildeten, die jeweils unter sich spielten. Später kamen dann auch noch einige gemeinsame Spiele zustande, bei denen alle ihren Spaß hatten. Was soll nur so schwer daran sein, verschiedene Altersstufen für einen Tag unter einen Hut zu bringen? Übung macht den Meister - und die haben wir so langsam.
21.12.: Eisbahn Remich (25 Personen)
Sieben von 25 Teilnehmern waren erstmals auf einer Eisbahn - viel Arbeit also für die Betreuer... dachten diese zumindest. Es stellte sich jedoch heraus, dass vier der Eisneulinge bereits mit Inline-Skatern gefahren waren und dadurch mit den Schlittschuhen keine Probleme hatten. Die übrigen drei lernten es dann auch recht schnell. Interessant waren dabei die Ähnlichkeiten, die alle drei zum jeweiligen Lernverhalten ihrer älteren Geschwister zeigten. Besonders interessant bei zwei Geschwistern: Der Junge hatte den gleichen Fahrstil wie sein älterer Bruder, das Mädchen den seiner älteren Schwester.

