Seminare für Kinder - warum?
Kinder müssen eigentlich in der Schule schon sehr viel lernen. Warum soll man ihnen denn auch noch die Ferien vermiesen, indem man ihnen eine Lernveranstaltung vorsetzt? Antwort: Soll man ja gar nicht. Viel besser ist es, wenn man eine Lernveranstaltung so verpackt, dass dabei wichtige Themen, die in den Schulen nicht behandelt werden (können), mit viel Spaß erarbeitet werden. Und das geht tatsächlich - es darf eben nur kein Unterricht stattfinden. Verschiedene Methoden, bei denen eigene Erfahrungen gesammelt werden, sollten zusammengestellt werden. Medien können eingesetzt werden, das Spiel als eigenes Lernelement darf nicht vergessen werden. Die gesunde Mischung macht es eben - auch in der Kinderbildungsarbeit! Und genau auf dieser Mischung bauen unsere Seminare auf, die bereits seit 2001 in jedem Jahr in den Herbstferien stattfinden.
Unsere Themen
Das Kinderseminar steht in jedem Jahr unter einem besonderen Thema. Diese Themen können sich nach mehreren Jahren durchaus wiederholen, werden aber jeweils aktualisiert. Das Thema "Freundschaft" z.B. wurde 2001 unter der Überschrift "Pokémon, Digimon und andere Freunde" durchgeführt, was vom Thema her gerade sehr aktuell war. 2005 hieß es dann "Alles ist gut - solange wir Freunde sind" und lehnte sich damit an die Wilden Kerle an. Im zweiten Seminar wurde ein interessantes Treffen arrangiert: "Angsthase trifft Teddybär". Dahinter verbarg sich eine Themenkombination: "Angst und Vertrauen". Bei dieser zweiten Auflage haben wir gegenüber dem ersten Seminar auch unter Methodenspektrum erweitert, was sehr gut angekommen ist. Seitdem sind weitere Themen dazu gekommen, z.B. das Thema Selbsteinschätzung / Fremdeinschätzung oder aber das Thema Hilfe. Das Seminar dazu im Jahr 2004 hatte auch den bislang kompliziertesten Namen: "Hilf dir, selbst, sonst... oder doch (nicht)".
Aufbau unserer Seminare
Unsere Seminare sind auf eine Dauer von vier Tagen angelegt. Am ersten Tag starten wir am späten Nachmittag. Nach kurzer Einführung, Zimmerbezug und Abendessen folgt der intensivere Einstieg in das Thema mit integrierter Kennenlernrunde. An den folgenden beiden Tagen haben wir volles Programm: Morgens, mittags und abends arbeiten wir am Thema. Methodisch passen wir uns dabei der Tageszeit an, wählen also z.B. für abends nach Möglichkeit ruhigere Methoden aus. Dass wir den Inhalten einen strukturellen Aufbau verpassen, versteht sich von selbst. Der letzte Tag endet am späten Nachmittag mit einer Reflexion des Seminars. Unsere Seminare finden in Jugendherbergen statt, mit einer Ausnahme bislang immer in der Jugendherberge Dreisbach. Die Seminarleitung haben die Diplom-Pädagogen Dirk Oehling und Simone Schäfer, denen ein qualifiziertes Betreuerteam zur Seite steht.

